Blog/DiskontComputer Erfahrungsbericht Bewertung

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Dieser Artikel behandelt die Garantieleistungen und den Service der Firma DiskontComputer aus Österreich, basierend auf meinen Erfahrungen mit dem bei dieser Firma gekauften Produkt "HP ProBook 6540b"

Die Firma DiskontComputer

DiskontComputer GmbH ist ein Onlineshop für Hardware, Software und Elektronik aus Ansfelden, Österreich. Unter Anderem leuchtet auf der Webseite auch das Siegel "HP Specialist" auf. Reparaturen werden teilweise in Ansfelden selbst durchgeführt, für schwierigere Angelegenheiten werden die Produkte zum Hersteller geschickt.

DiskontComputer - der Erfahrungsbericht

Der Einkauf

Ich entschied mich nach langer Suche zu einem passenden Office-Notebook für DiskontComputer auf Basis zahlreicher Erfahrungsberichte im Netz und durch das Angebot einer 6-jährigen Zusatzgarantie unter Zahlung einer Versicherungssumme. Da heutzutage Geräte durchaus nach 2-3 Jahren zuverlässig den Geist aufgeben und ich mein Notebook häufig benutze, dachte ich hier an eine sinnvolle Absicherung und Investition. Ich kaufte also im Onlineshop mein Notebook, wählte die zusätzliche Garantie und nach akzeptabler Wartezeit schneite meine frische Hardware zuhause ein. Es gab nichts auszusetzen, die Garantie ist eigenhändig unterschrieben von einem Mitarbeiter der Firma.

3 Jahre später: Das Unheil nimmt seinen Lauf

Mitte April verabschiedete sich mein Notebook plötzlich. Nachdem es erst noch lief, schaltete es sich nach meinem abendlichen Einkauf nicht mehr ein. Einzig die LEDs leuchteten noch kurz auf und gaben ein paar Lichtsignale von sich. Ich kontaktierte nach vergeblicher Wartezeit (die Hoffnung stirbt zuletzt) die Firma DiskontComputer und den HP-Support. Beide konnten mir nicht per Telefon weiterhelfen und so entschied ich mich, das Notebook persönlich in Österreich-Ansfelden vorbeizubringen. Ein Mitarbeiter am Telefon von DiskontComputer hatte mir dies empfohlen und meine Idee befürwortet, um Zeit zu sparen. Mir ging es eigentlich eher darum, dass ich Folgeschäden beim Transport verhindern wollte - man weiß ja nie, was später behauptet wird.

Eine Reise nach Ansfelden - die RMA-Aufnahme

In Ansfelden angekommen findet sich ganz unscheinbar mitten in einem Industriegebiet ein Hausklotz, an dessen Eingang direkt eine Art "Schalter" von DiskontComputer ist. Ein netter Mitarbeiter (der, mit dem ich zuvor schon telefoniert hatte) hörte sich mein Leid an und startete dann ein sogenanntes RMA-Verfahren. Er notierte sich noch meine Daten und die abweichende Lieferadresse nach Reparatur. Mir wurde versichert, dass ich auf jeden Fall benachrichtigt werde per E-Mail oder Telefon.

2 Wochen Wartezeit

Nach 2 Wochen erhielt ich die Information, dass der Defekt nur "teilweise behoben wurde". Da ich mittlerweile wusste, dass das Mainboard getauscht werden sollte, war nun also auch klar, dass die Aussage "Wir mussten erneut eine Ersatzplatine bestellen. Bitte rechnen Sie noch mit 1-2 Wochen Bearbeitungszeit." durchaus zeitlich gesehen realistisch war. Ich stellte mich also auf eine weitere Wartezeit von 2 Wochen ein. Der Zusatzhinweis, dass nun per Express bestellt wurde machte etwas Mut. Auch dass man die Reparatur noch am gleichen Tag durchführen werde, an dem das Teil eintrifft, hörte sich gut an.

Nach weiteren 2 Wochen

Ich wurde nun langsam ungeduldig und kontaktierte DiskontComputer erneut. Zunächst per E-Mail. Da ich nur per Handy schreiben konnte, landete mein Text etwas unglücklich am Ende der bisherigen Mail-Konversation. Dennoch erhielt ich von einem Mitarbeiter eine Antwort, dass man das Ersatzteil noch nicht habe. Mit 3 Ausrufezeichen und Rechtschreibefehlern wirkte die Antwort etwas gezwungen. Meine Fragen blieben leider unbeantwortet. Also hakte ich nach und bekam 1 Woche später eine Antwort vom selben Mitarbeiter, er habe damals meinen Text am Ende der Mail übersehen. Jetzt wird es mysteriös: Erst antwortet er mir kurz (und passend!) auf eine Mail, die bis auf seinen vorhergehenden Text, ein paar Mail-Header und meinen Text nichts weiter enthielt (er hatte es also trotz untenstehenden Textes gelesen) und dann kommt die Ausrede, er habe es eben doch nicht gelesen und deshalb nich geantwortet. Ich werfe hier mal das Wort "Ausrede" und "Lüge" in den Raum. Und das war der Punkt, an dem ich mich als Kunde langsam so richtig veräppelt fühlte und mein Puls langsam stieg.

Weiters gab man mir nun die Information, dass am Mainboard nichts falsch gewesen sei, jedoch ein weiterer Fehler auftrat. Konkret wollte man noch immer nicht werden. Man habe "vorige Woche", also in der Woche, als ich Nachdruck startete und man mir sagte, das Teil sei noch nicht da, erfahren, dass das Teil weitere 2 Wochen Lieferzeit bräuchte. Insgesamt wären das also für das mysteriöse Teil, was den 2. Fehler beheben soll, bereits 4 Wochen. Da nützt Express auch nicht mehr viel. Man habe daher beschlossen, das Notebook in de HP Reparaturzentrale zu schicken, um 1 Woche zu sparen. Ich atmete auf und dachte mir, dass HP wohl alles richten wird.

Zuletzt noch ein Zitat aus der E-Mail: "Das Gerät ist bereit in Bearbeitung bei HP und müsste Anfang nächster Woche wieder bei uns eintreffen. Die ganzen Feiertage im Mai sind zwar recht angenehm, beeinflussen aber auch leider die Bearbeitungszeiten von RMA Fällen."

Gut, HP repariert also alles, schickt es an DiskontComputer zurück und die schicken es dann an meine mittlerweile mehrmals bestätigte und vereinbarte Lieferadresse. Dass die Feiertags-Ausrede kommt störte mich hier schon nicht mehr, schließlich nahte das Ende von "Mission RMA".

Das Notebook trifft ein - am falschen Ort

Genau an meinem Geburtstag erhielt ich eine SMS von meinem Vater (mein alter Wohnort - dahin hatte ich damals bestellt), es sei ein nicht allzu schweres aber größeres Paket von DiskontComputer eingetroffen. Ich wusste nicht, ob ich mich jetzt freuen soll, dass er endlich fertig ist, oder ob ich schreien soll. Hatte ich doch mehrmals die Lieferadresse abgeklärt!

Das Notebook wieder in meinen Händen - und diese zur Faust geballt

Als das Notebook dann nach einer weiteren Reise von Sachsen nach Niederbayern endlich in meiner Bude aufgeklappt werden konnte und ich mich schon gar nicht mehr ärgerte, dass auf meine Beschwerde bei DiskontComputer bis heute (2.6.2013) keine Reaktion erfolgte, traf mich erneut der Blitz. Es tauchten Grafikfehler auf, die vom Erscheinungsbild her an eine defekte oder sterbende Grafikkarte erinnern. Zudem findet sich auf dem wohl von HP oder DiskontComputer gereinigten Display ein neuer Kratzer und auf einer Plastikverkleidung eine gut sichtbare Beule. Über dem Bild liegt eine Art Schleier von leicht abgedunkelten Pixeln, volkstümlich würde ich es als "grieselig" bezeichnen. Beim Spielen eines Spiels hatte ich den Eindruck, hinter einem Vorhang zu sitzen, denn das Bild bewegte sich weiter, die Flecken und Artefakte blieben starr. Ich habe 3 Jahre, fast täglich mehrere Stunden mit meinem Notebook gearbeitet. Ich kenne jeden Kratzer und jedes Stück Plastik. Es ist wie bei einem Reiter, der an seinem treuen Pferd jedes ausgefallene Haar bemerken würde.

Kurze Zeit später: weitere Macken

Nur kurze Zeit nach dem Verfassen dieses Berichtes stellten sich weitere Mängel heraus. Die Tastatur versagte teilweise und die Lautstärke-Regelungstaste wurde automatisch aktiviert. Beim Öffnen des Laptops stellte sich heraus, dass dort Markierungen mit wasserfestem Stift vorgenommen wurden. Diese Farbe ist die gleiche, die ich an einem herausgeplatzten Stück Plastik an der LED-Leiste gefunden habe. Ein dreister Vertuschungsversuch! Das übermäßig geknickte Kabel zur LED-Leiste war zwar rot markiert, aber wohl nicht weiter beachtet worden. Daher kamen vermutlich auch die Störungen. Wieviele Mängel werde ich wohl noch finden müssen?

Herbst/Winter 2013 - Rückblick

Mit der Zeit haben sich leider weitere Mängel bemerkbar gemacht. Bereits nachdem das Notebook zurück kam, bemerkte ich eine gestörte Farbdarstellung und fragte mich, ob das wohl vorher auch schon so war. Nach einigen Grafikarbeiten dann die Gewissheit: Es ist ein bekanntes Problem mit einer neuen BIOS-Version, die man wohl völlig achtlos einfach draufgeladen hat. An sich kein Fehler, aber wäre es nicht sinnvoll, das Notebook eines beruflich tätigen Grafikers nicht mit einem solchen BIOS zu bespielen und das Notebook einfach so auszuliefern, wie es einst funktionierte? Ich habe nun lästige Farbverlaufsstörungen, eine Art Dithering. Ich lebe irgendwie damit, aber sehr unglücklich. Eine weitere Macke ist das bereits erwähnte "Spinnen" der Iconleiste. Völlig zusammenhangslos werden irgendwelche Funktionen, die normalerweise auf Druck reagieren, ohne mein Zutun aktiviert - sehr nervig. Danke, DiskontComputer!

2014

Abgesehen von diversen Kleinstfehlern, die ich zuvor so nicht kannte, funktioniert der Laptop noch immer. Das Problem mit der willkürlichen LED-Leiste konnte ich selbst beheben, indem ich das eindeutig durch DiskontComputer oder HP beschädigte Verbindungskabel wieder geradegebogen habe. Es sieht so aus, als sei da jemand mit einer Zange etwas zu forsch zur Tat geschritten, der Kabelstrang weist auch nach dem Rückbiegen Bruchmerkmale auf, aber irgendwie scheint es dennoch zu funktionieren.

2015 (Dezember)

Das Gerät gibt erneut den Geist auf - vermutlich die Grafikkarte. An dieser Stelle endet das verhältnismäßig kurze Leben des von DiskontComputer kaputtreparierten ProBook. Ich nutze jetzt einen alten Lenovo T500. Hirn und Muskeln (SSD+RAM) aus dem ProBook werkeln nun dort weiter. Das ProBook wird wohl im neuen Jahr einen Ausschlachter erfreuen.

Das Fazit

Nach 6 Wochen halte ich ein nicht funktionierendes und verschlimmbessertes Notebook in der Hand. Auch wenn die Grafikfehler gelegentlich längere Zeit verschwinden, ich habe das Gefühl, dass abgesehen von Hardwareaustausch und Fusch nichts bewirkt wurde. Ich möchte mich nicht der Verleumdung strafbar machen, aber es möge sich einfach jeder sein eigenes Bild über DiskontComputer machen. Die zahlreichen Bewertungen im Netz mögen vielleicht richtig sein, aber mittlerweile kann ich die abundzu auftauchenden und teils sogar von DiskontComputer per Kommentarfunktion runtergespielten Frustpostings verstehen, nachvollziehen und ergänzen! Ich werde diesen unfähigen Shop jedenfalls meiden und nicht weiterempfehlen. Zudem werde ich sämtliche mir entstandenen Kosten für die vergebliche Reparatur und den falschen Versand in Rechnung stellen.

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